Körperliche Selbstbestimmung: Dogmen, Diskurse, Deutungen 🔍
Anne Röthel Klostermann, Vittorio, GmbH, 1., 2024
德语 [de] · PDF · 4.3MB · 2024 · 📘 非小说类图书 · 🚀/lgli/lgrs · Save
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Körperliche Selbstbestimmung gilt als Menschenrecht. Dennoch war körperliche Selbstbestimmung niemals ein gleiches Recht aller Menschen, sondern ein Recht mit Abstufungen. Für Kinder und Betreute ist körperliche Selbstbestimmung bis heute ein anderes Recht als für „normale“ Erwachsene. Anne Röthel erläutert, wie sich die Dogmen, Diskurse und Deutungen zu körperlicher Selbstbestimmung von Patienten, Kindern, Entmündigten und Betreuten seit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt haben. Es geht um Gemeinsamkeiten und Muster im Hinblick auf Akteure, Auslöser und Argumente. Ihre Studien erhellen, woraus Entscheidungsvorrechte für Ärzte hergeleitet wurden, warum ein elterliches Züchtigungsrecht lange Zeit richtig erschien, weshalb Jugendliche für medizinische Entscheidungen die Zustimmung ihrer Eltern benötigen und wonach sich die Rechtmäßigkeit von Zwangsbehandlungen bestimmt. Zugleich kommt ans Licht, dass jede Rechtsvorstellung von körperlicher Selbstbestimmung auf ein Dilemma zuläuft. Physical self-determination is a human right. Nevertheless, physical self-determination has never been an equal right for all people, but a right with gradations. To this day, physical self-determination is a different right for children and people in care than for "normal" adults. Anne Röthel explains how the dogmas, discourses and interpretations of the physical self-determination of patients, children, incapacitated persons and those in care have developed since the beginning of the 20th century. The focus is on commonalities and patterns with regard to actors, triggers and arguments. Her studies shed light on the basis of which doctors' decision-making prerogatives were derived, why a parental right of chastisement seemed right for a long time, why adolescents need their parents' consent for medical decisions and how the legality of coercive treatment is determined. It also serves to show that every legal concept of physical self-determination eventually leads to a dilemma.
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Erstes Kapitel: Worum es in diesem Buch geht
I. Anlass und Anliegen
II. Gegenstand und Gliederung
III. Vom Wert körperlicher Selbstbestimmung
1. Weil der Körper unser ungleiches Schicksal ist
2. Weil der Körper nicht vollständig aufklärlich ist
Zweites Kapitel: Drei Studien
Vorbemerkungen
I. Körperliche Selbstbestimmung im Behandlungsverhältnis
1. Behandlung, Körper und Selbstbestimmung
2. Aufbrüche
2.1 Weichenstellung für das Willensdogma
2.2 Anfänge der ärztlichen Aufklärungspflicht
2.3 »An diesen Grundsätzen ist festzuhalten«
3. Konsolidierungen
3.1 Recht auf Entscheidung nach »ureigensten Maßstäben«
3.2 Gerichtliche Kontrolle über die Aufklärungspflicht
3.3 Gesetz zur Verbesserung der Rechte der Patientinnen und Patienten
4. Gegendiskurse
4.1 Legitime Fremdbestimmung
4.1.1 Pflichtige Körper und objektive Körperinteressen
4.1.2 Warum Heilen nicht Verletzen ist
4.1.3 Gewissenhafte Ärzte
4.1.4 Überforderte Kranke
4.2 Illegitimes Eindringen des Rechts
4.3 »Hard cases make bad law«
5. Deutungen
5.1 Andauernde Asymmetrien
5.2 Doppeldeutige Rechtsdogmen
5.2.1 »Geistige und sittliche Reife«
5.2.2 Rollenfestlegungen
5.2.3 Das Vertrauensparadigma
5.3 Ausblick
II. Körperliche Selbstbestimmung im Sorgeverhältnis
1. Kindsein, Körper und Selbstbestimmung
2. Ausgangspunkte
2.1 Erziehungsgewalt und Züchtigungsrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch von 1896
2.2 Überschlägige richterliche Kontrolle
2.3 Dogmatische Kontinuität auf neuen Fundamenten
3. Aufbrüche
3.1 Das Recht auf gewaltfreie Erziehung
3.2 Das Kind als »Wesen mit eigener Würde«
3.3 Medizinische Mitsprache- und Vetorechte
4. Gegendiskurse
4.1 Legitime Fremdbestimmung
4.1.1 Weil Erziehung nicht Verletzen ist
4.1.2 Weil Eltern ein rechtliches Entscheidungsprimat haben
4.1.3 Weil Kinder zu vernünftigen Entscheidungen nicht fähigsind
4.2 Illegitimes Eindringen des Rechts
4.3 Dafür ist das Grundgesetz »weder gedacht noch ergiebig«
5. Deutungen
5.1 Kehrseiten der Liebe
5.2 Offene Versprechen
5.3 Doppeldeutige Rechtsdogmen
5.3.1 Ideal der Staatsfreiheit
5.3.2 Haftungsinteressen
5.3.3 Sogwirkung der Volljährigkeit
5.4 Jenseits generationaler Ordnung
III. Körperliche Selbstbestimmung im Betreuungsverhältnis
1. Erwachsenenschutz, Körper und Selbstbestimmung
2. Ausgangspunkte
2.1 »Alle Geisteskranken sind willensunfähig«
2.2 Zwangspflegschaft und andere »Rechtswohltaten«
2.3 »Freie Hand«
2.4 Entrechtung zur »Sicherung der Volksgemeinschaft«
3. Aufbrüche
3.1 Kontinuität der Institutionen
3.2 Natürlicher Wille und Richtervorbehalt
3.3 Vom »rechtsfreien Raum« zum Betreuungsrecht
3.3.1 Medizinische Behandlungen: Rechtssicherheit für Betreuer
3.3.2 Neue körperliche Selbstbestimmung bei Sterilisation und Unterbringung
3.4 Zwangsbehandlungen zwischen Fürsorge und »Freiheit zur Krankheit«
3.4.1 Fürsorglicher Zwang und staatliche Schutzpflicht
3.4.2 Freiheit zur Krankheit
3.5 Andere Körperwünsche: Befolgungspflichten
4. Gegendiskurse
4.1 Legitime Fremdbestimmung
4.1.1 Weil Zwang in der Natur der Sache liegt
4.1.2 Unfreie und ihr trauriges Schicksal von Natur und Krankheit
4.2 Illegitimes Eindringen des Rechts
4.3 Betreuung als Privatrechtsverhältnis
5. Deutungen
5.1 Dunkler Betreuungsalltag
5.2 Doppeldeutige Rechtsdogmen
5.2.1 Zuordnung zum Privatrecht: hier anders
5.2.2 Implizite Hürden: der »freie Wille«
5.3 Selbstverständliche Sonderrechtsverhältnisse
Drittes Kapitel: Dogmen, Diskurse, Deutungen
I. Auf getrennten Wegen
II. Dogmen
1. Phasen und Rechtsstruktur
2. Patriarchale Phase
3. Paternalistische Phase
4. Partizipative Phase
5. Postkategoriale Phase
III. Diskurse
1. Felder
2. Formate und Foren
IV. Deutungen
1. Patriarchales Dilemma: Vertrauen und Macht
2. Paternalistisches Dilemma: Wissen und Irrtum
3. Partizipatives Dilemma: Wille und Zukunft
4. Postkategoriales Dilemma: Allgemeinheit und Unsichtbarkeit
V. Ein vorläufiges Ende: körperliche Selbstbestimmung in der Moderne
Personenverzeichnis
Literaturverzeichnis
开源日期
2024-11-16
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